TaO!
Beißen
Eine Trainingsperformance

Ein Wille, ein Ziel, ein Weg.
Keine Kompromisse. Kein Mittelding.
Nicht lauwarm, sondern heiß oder kalt.
Bis zum Äußersten.
Schweiß.
Herausforderungen.
Erfolge.
Rückschläge.
Weitermachen.
Grenzen überschreiten.
Durchbeißen. 

Wie befreiend ist es, sich einer Gewissheit hinzugeben, sich einer Sache unterzuordnen, jeden Tag, ohne Zweifel, ohne Zögern? Was muss man aufgeben, was gewinnt man? Wonach strebt man? Perfektion, Stärke, Wissen, Schönheit, Ausdauer, Disziplin, Gemeinschaft? Und wo wächst man über sich hinaus? Eine Performance über das Trainieren, über das Sich-Hingeben einer absoluten Klarheit, über das radikal Frei sein und über das Durchbeißen. Ausgangspunkt der Recherche sind „Extreme“, die sich voll und ganz einer Sache verschrieben haben. Die üben und sich verbessern wollen, mit Hingabe, mit besonderem Ehrgeiz, besonderen Fähigkeiten, einem klaren Ziel. Die Recherche umfasst Sportler, Computerspieler, Tänzer, Schläger, Drücker, Läufer, Denker und viele mehr.

Was bedeutet es, Perfektion oder Meisterschaft auf einem Gebiet erreicht zu haben? Was heißt Durchbeißen? Wann schafft man es, wann scheitert man? Diese Fragen und „ExpertInnen des Extrems“, die sich einer Sache ganz und gar verschrieben haben, sind Ausgangspunkt der Produktion „Beißen“ für alle ab 14 Jahren. Darin trainieren fünf junge Menschen in unterschiedlichen Bereichen: Ballett, Boxen, Schwimmen, Tricking und Computerspielen um ein persönliches Ziel zu erreichen und der Leistungsgesellschaft auf den Grund zu gehen.

> Eingeladen zum 27. Bundestreffen „Jugendclubs an Theatern“ am Theater Bremen von 3. bis 8. Oktober!Aus rund 80 Bewerbungen wurden 6 Produktionen ausgewählt, die während des Festivals gezeigt werden. Das Treffen möchte die Vielfalt und Bandbreite der Arbeitsweisen von Jugendclubs an deutschsprachigen Theatern sichtbar machen, ästhetische und inhaltliche Anstöße geben, und mit neuen Theaterformen konfrontieren.

> Nominiert als „Herausragende Produktion für Jugendliche“ für den STELLA 2017 – Darstellender. Kunst. Preis für junges Publikum.Vor mittlerweile zehn Jahren wurde der Preis in Österreich für herausragende Leistungen im Bereich von Theater und Tanz für junges Publikum ins Leben gerufen und jährlich vergeben. Für den STELLA17 sprach die dreiköpfige nationale Jury, bestehend aus Nina Fritsch, Theresa Luise Gindlstrasser und Bernhard Studlar insgesamt 19 Nominierungen in 5 Kategorien aus. Insgesamt wurden zwischen September 2016 und Juli 2017 rund 130 Produktionen von der nationalen Jury wahrgenommen, besucht und bewertet. Die Preisverleihung findet am 21. Oktober 2017 im Salzburger Landestheater statt.

„Nur mit der richtigen Einstellung und leidenschaftlicher Hingabe kommt man voran, überwindet seine Grenzen. Dieser Hingabe geht derzeit die Performance ‚Beißen’ auf den Grund: ‚Es geht um Trainieren, so lange man nur kann. Immer eins mehr und eins mehr – und um diese Einstellung, immer alles erreichen zu wollen, nicht loslassen zu können – durchzubeißen’, erklärt Regisseur Simon Windisch.
Der Sport sei dabei ‚sozusagen nur ein Überthema. Es geht vor allem darum, dass sich junge Menschen wirklich in etwas hineinbeißen können’, so Windisch. Gearbeitet werde ‚mit fünf Nerds im sportlichen Sinne’, wie der Regisseur verrät: ‚Wir haben eine Boxerin, einen Tricker – eine Mischung aus Kampfsport und Showkampf -, eine Schwimmerin, eine Balletttänzerin und eine E-Sportlerin, die Starcraft 2 spielt.’“
[ORF Steiermark]

„Wer nichts leistet, hat verloren. Wer alles kontrollieren will, auch. In der ehrgeizigen Performance von Simon Windisch wird Durchbeißen zur Qual. Fünf Protagonisten trainieren im Scheinwerferlicht. Sie sind noch nicht erwachsen, aber schon ausgebrannt. Voll und ganz opfern sie sich dem Ballet, dem Computer, der Schwimmhalle oder dem Kampfsport. Das laute Ticken des Metronoms zwängt sie in ein Korsett sich ständig wiederholender Bewegungen. Das Training steigert sich in eine Sucht. (…) Am Ende schafft es nur eine, ihre Sportschuhe abzulegen und die Bühne zu verlassen. Die anderen verharren sehnsüchtig an Ort und Stelle. Bis auf die Balletttänzerin: Diese dreht sich unaufhörlich im Kreis. Ein Moment der unter die Haut geht.“ [Julia Braunecker, Kleine Zeitung]

„Regisseur Simon Windisch und sein Darstellerquintett haben aus diesem Thema eine perfekt durchgetaktete Performance fast ohne Worte gemacht, die das Leistungsstreben in unserer Gesellschaft in packende Bewegungsbilder bannt.“ [Christoph Hartner, Kronen Zeitung]

Tickets Di., 10. Okt.   19:00
Tickets Mi., 11. Okt.   12:00
Tickets Do., 12. Okt.   19:00
Tickets Fr., 13. Okt.   12:00
Tickets Sa., 14. Okt.   19:00

Simon Windisch
Moritz Ostanek
Magdalena Hanetseder, Mirjam Hameter, Alexandra Schmidt, Tatjana Walter, Alexander Wychodil
Robert Lepenik
Seppe Baeyens
Anna-Katerina Frizberg
Abelina Holzer
Nina Ortner
Clemens Nestroy