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16+
TaO!-Produktion
Zementgarten

Ein Gedankenspiel wird Wirklichkeit. Der Vater ist tot, die Mutter stirbt und wird, damit keiner was merkt, im Keller einzementiert. Die vier Geschwister bleiben ohne Eltern im Haus zurück, fern von der Stadt, irgendwo am Rand eines aussterbenden Stadtteils in England. Was wäre, wenn wir ohne Erziehungsberechtigte, ohne Gesetzgeber, aber auch ohne liebevolle Eltern überleben müssten? Es ist ein drückend heißer Sommer und aus Sorge in ein Heim gebracht und voneinander getrennt zu werden, halten die Geschwister den Schein, hier wohne eine intakte Familie, aufrecht. Es ist, als ob die Natur gnadenlos Einzug hält, grausam und zärtlich beginnt sich eine neue Ordnung anzubahnen. Grenzen werden verletzt, Identitäten befragt, Tabus gebrochen; das alles in der chaotischen Atmosphäre des Erwachsenwerdens. Wie lange hält dieser Zustand? Ein Sommer zwischen Tragödie und Komödie. Wie vernünftig können wir sein? Was sind die Konsequenzen? Wir werfen den Blick in eine Welt, die sich mit der Frage: „Was wäre, wenn…?“ bis zum Exzess beschäftigt.

Nach der Stückfassung von Wolfgang Schmid und Martin F. Wall nach dem Roman „The Cement Garden” von Ian McEwan

"Mit seinem Debütroman 'Der Zementgarten' präsentiert Ian McEwan eine einfühlsame Elegie über die Adoleszenz, eine beklemmende, subtile und zugleich groteske psychologische Studie über vier verwaiste Kinder zwischen sechs und siebzehn in einer Ausnahmesituation." (Dieter Wunderlich)

 

 

 

 

 

"Durch psychologische Überzeichnung der starken Figuren ergeben sich spannende Konstellationen, die zwischen Utopie und Dystopie wandeln. Helmut Köpping entwickelt das Stück geduldig, nimmt keine Abkürzungen und lässt die Figuren aufeinander wirken. Daraus entsteht ein geladenes, aber nie hysterisches Spiel, das mehrmals auf Messers Schneide steht. Das junge Ensemble meistert die Aufgabe mit feiner Kompromisslosigkeit." [Kleine Zeitung, Daniel Hadler]

"Die Utopie eines elternlosen Lebens bringt zwar spannende Freiheiten mit sich, führt aber letztlich in düstere Ecken. (...) Ohne übertriebene Theatralik kommt Köppings Dramatisierung am TaO! aus. Geschickt umschiffen er und sein Darstellerquintett - Valentin Marsoner, Sebastian Schmid, Anna Weber, Gabriel Zinganel und Erna Zuhric - Pathos und setzen eher auf performative Momentaufnahmen. Diese bringen die Hilflosigkeit der Geschwister im Angesicht des Todes perfekt zum Ausdruck, finden dabei auch noch überraschend humoristische Töne." [Kronen Zeitung, Christoph Hartner]

"„Zementgarten“ – Eine Inszenierung unter der Regie von Helmut Köpping, die sich dem Spielzeit-Motto des Theater am Ortweinplatzes angepasst hat und sich als Schlagabtausch der Extremen in die Sammlung der vergangenen Produktionen einreiht. Bis zum Äußersten zu gehen ist das oberste Credo – ein Vorhaben, das hier geglückt ist." [Kulturreferat Uni Graz, Katrin Fischer]

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Arr-down

Helmut Köpping

Anna-Katerina Frizberg

Valentin Marsoner, Sebastian Schmid, Anna Weber, Gabriel Zinganel, Erna Zuhric

Heike Barnard

Herwig Thelen

Nina Ortner